Kurz erklärt
Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gilt seit dem 25. Mai 2018 in der gesamten EU. Sie legt fest, wann und wie Unternehmen personenbezogene Daten erheben, speichern und weitergeben dürfen. Personenbezogen ist alles, womit sich ein Mensch identifizieren lässt: Name, E-Mail-Adresse, aber auch die IP-Adresse.
Was hat das mit meiner Website zu tun?
Fast jede Website verarbeitet personenbezogene Daten, oft ohne dass der Betreiber es merkt:
- Server-Logs: Beim Aufruf wird die IP-Adresse des Besuchers übertragen.
- Kontaktformulare: Name, E-Mail-Adresse und Nachricht landen beim Betreiber.
- Eingebundene Dienste: Google Fonts, YouTube-Videos oder Google Maps übertragen Daten an Dritte, sobald sie geladen werden.
- Analyse-Tools: Statistiken über Besucher beruhen fast immer auf personenbezogenen Daten.
Die wichtigsten Grundsätze
- Rechtsgrundlage: Jede Datenverarbeitung braucht einen Grund, etwa eine Einwilligung oder ein berechtigtes Interesse.
- Datensparsamkeit: Nur so viele Daten erheben wie wirklich nötig.
- Transparenz: Besucher müssen in einer Datenschutzerklärung erfahren, was mit ihren Daten passiert.
- Sicherheit: Daten müssen geschützt übertragen und gespeichert werden, z. B. per HTTPS.
Was droht bei Verstößen?
Die Bußgelder können bis zu 20 Millionen Euro oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes betragen. Für kleine Unternehmen sind Abmahnungen und Beschwerden bei der Datenschutzbehörde das realistischere Risiko. Am einfachsten schützt man sich mit einer Website, die von Anfang an datensparsam gebaut ist: Schriften lokal einbinden, externe Dienste erst nach Zustimmung laden.